Angela Bassett findet, sie hätte den Oscar für Black Panther: Wakanda Forever verdient

Angela Bassett ist eine Veteranin der Film- und Serienindustrie mit einer Schauspielkarriere, die 40 Jahre vielseitige Rollen im Kino und im Fernsehen umfasst. Für ihre Rolle als junge Tina Turner in Tina – What’s Love Got to Do with It? gewann sie einen Golden Globe und wurde für einen Oscar nominiert, den sie jedoch gegen Holly Hunter in Das Piano verloren hat. In der Rolle von T’Challas trauernder Mutter und Wakandas Königin Ramonda in Black Panther: Wakanda Forever schrieb sie 29 Jahre später Geschichte: Sie wurde als erste Schauspielerin oder Schauspieler aus einer Marvel-Verfilmung für einen Oscar nominiert. Den Golden Globe und den Critics Choice Award hat sie für die Performance sogar gewonnen und galt deshalb auch lange als Favoritin für den Nebendarstellerinnen-Oscar.

Doch das Blatt wendete sich kurz vor der Oscarverleihung, als Jamie Lee Curtis zusammen mit ihren Co-Stars Michelle Yeoh und Ke Huy Quan von der Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA für Everything Everywhere All at Once prämiert wurde. Alle drei konnten diesen Erfolg auch bei den Oscars wiederholen und Everything Everywhere All at Once wurde zum dritten Film überhaupt (nach Endstation Sehnsucht und Network), der drei Schauspiel-Oscars abräumen konnte.

Wirklich schockierend war Bassetts Niederlage nach Curtis' SAG-Sieg nicht und in Augen vieler war allein schon die Tatsache, dass sie für einen MCU-Film überhaupt nominiert wurde, ein Triumph. Doch Bassetts unmittelbare sichtlich enttäuschte Reaktion, als Curtis' Name verkündet wurde, und die Tatsache, dass sie für den Sieg ihrer Kollegin nicht applaudiert hat, wurden im Internet heiß diskutiert.

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Ein Jahr später wurde Bassett von der Academy mit einem Ehren-Oscar für ihr Lebenswerk ausgezeichnet, doch der Frust über den Oscar, der zum Greifen nah schien und ihr dann doch entglitten ist, sitzt noch tief. In einem Interview mit dem Magazin Town & Country hat Bassett die Situation rückblickend adressiert und zugegeben, dass sie glaubt, den Oscar damals verdient zu haben – nicht nur für die nominierte Performance, sondern für die harte Arbeit, die sie in der Filmindustrie zuvor geleistet hat: (aus dem Englischen)

Ich fand es interessant. Interessant, dass er mir nicht gestattet war, enttäuscht zu sein von einem Ergebnis, bei dem ich dachte, dass ich es verdient hätte. Ich liebe es, für andere Leute zu applaudieren. Aber in dem Moment… Nein, ich habe investiert. Ich habe die Zeit und die gute Arbeit über die Jahre investiert. Ich habe nicht angenommen, dass es ein Geschenk werden würde. Ich dachte, dass es eine Selbstverständlichkeit sei.

Ich war schockiert. Ich war es. Ich dachte, dass ich gut damit umgegangen bin. Das war meine Absicht, gut damit umzugehen. Es war natürlich eine Riesen-Enttäuschung und Enttäuschung ist menschlich. Also dachte ich, ja, ich war enttäuscht und ich bin damit wie ein menschliches Wesen umgegangen. 

Wie seht Ihr das? Hätte Bassett den Oscar statt Curtis gewinnen sollen? Oder hattet Ihr eine ganz andere Favoritin in der Kategorie als die beiden. Für mich wäre nämlich Kerry Condon aus The Banshees of Inisherin die beste Siegerin in der Kategorie in dem Jahr gewesen.

Quelle: Town & Country

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