Das Gerücht, über das wir erstmals im September berichtet haben, hat sich bewahrheitet: Zach Cregger, dessen Horrorfilm Barbarian 2022 für großes Aufsehen sorgte und zu einem Überraschungshit an US-amerikanischen Kinokassen wurde, nachdem er ursprünglich für eine direkte Streaming-Auswertung gedacht war, wird das Resident-Evil-Franchise mit einem neuen Realfilm rebooten. Cregger schreibt den Film gemeinsam mit Shay Hatten (John Wick: Kapitel 4) und wird auch die Regie übernehmen. Sein Plan ist es, zu den Horrorwurzeln der Spiele zurückzukehren und Resident Evil wieder aufrichtig gruselig zu machen. Zugegeben, genau das wurde uns auch mit dem letzten Reboot-Versuch Resident Evil: Welcome to Raccoon City von Johannes Roberts versprochen, doch das Endprodukt war weder Fisch noch Fleisch und konnte weder die Fans der Games noch der Filmreihe mit Milla Jovovich zufriedenstellen. Mit Cregger wird immerhin ein wirklich vielversprechendes Talent im Regiestuhl des neuen Films sitzen.
Die deutsche Produktionsfirma Constantin Film besitzt seit den späten Neunzigern die Filmrechte an "Resident Evil" und wird auch den neusten Film produzieren und in die deutschen Kinos bringen. Um die US-amerikanischen und internationalen Vertriebsrechte ist jedoch bereits ein heftiger Bieterwettstreit zwischen vier großen Studios entbrannt, darunter Warner Bros. und Netflix. Netflix produzierte 2022 eine "Resident Evil"-Realserie, die jedoch ähnlich schlecht angekommen ist wie der letzte Film und nach einer Staffel abgesetzt wurde. Für Warners Tochterfirma New Line produzierte Cregger den kommenden Sci-Fi-Horrorfilm Companion – Die perfekte Begleitung und inszenierte seinen nächsten Horrorfilm Weapons, der voraussichtlich im Januar 2026 in die Kinos kommen soll. Der mit Josh Brolin, Alden Ehrenreich, Julia Garner und Benedict Wong namhaft besetzte Film soll sehr ambitioniert sein und mehreren sich überschneidenden Handlungsfäden folgen. Die ersten Testvorführungen zu Weapons sollen sehr positiv verlaufen sein, sodass Warner große Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit mit Cregger habe.
Für Constantin Film war das Resident-Evil-Franchise ein großes Geldbringer über die Jahre. Auch wenn Paul W. S. Andersons Filme viele Fans der Spiele vergrault haben, waren sie weltweit sehr erfolgreich an den Kinokassen. Mit einem Gesamteinspiel von rund $1,28 Milliarden ist Resident Evil bis heute das umsatzstärkste Realfilm-Franchise, das auf einer Videospielreihe basiert. Spätestens mit dem vierten Film wird ihm die Sonic-the-Hedgehog-Reihe den Rang ablaufen.
Freut Ihr Euch auf einen neuen Resident-Evil-Film?
Quelle: The Hollywood Reporter