Der Fluch von schlechten und erfolglosen Videospielverfilmungen wurde gebrochen! Filme wie Sonic the Hedgehog, Super Mario Bros., Five Nights at Freddy’s und Uncharted wurden in den letzten fünf Jahren zu Hits an den Kinokassen und legten die Grundsteine für neue Film-Franchises. Doch den größten Triumph feierten Videospieladaptionen nicht auf Kinoleinwänden, sondern im Fernsehen. Die tonal grundverschiedenen Serienadaptionen der postapokalyptischen Videospiele "The Last of Us" und "Fallout" bescherten ihren jeweiligen Anbietern massive Zuschauerzahlen, wurden in der Kritik und von den Fans gefeiert und wurden jeweils für zahlreiche Emmys nominiert, darunter als "Beste Dramaserie".
Beide Serien wurden schnell um eine zweite Staffel verlängert und während die Dreharbeiten zur zweiten "Fallout"-Season vergangenen Dezember begonnen haben, kommt die zweite Staffel von "The Last of Us" nach einer mehr als zweijährigen Pause im April ins Fernsehen. April als Startmonat der neuen Folgen war bereits seit einigen Wochen bekannt, jetzt steht aber auch das konkrete Datum fest. Am 13. April wird die erste Folge in den USA bei HBO und Max erscheinen. In Deutschland werden die neuen Folgen immer einen Tag nach US-Ausstrahlung, also ab dem 14. April, exklusiv auf Sky und WOW veröffentlicht und wird im linearen Bezahlfernsehen auch bei Sky Atlantic zu sehen sein. Wöchentlich gibt es jeweils eine neue Folge.
Insgesamt umfasst Staffel 2 nur sieben Episoden zwei weniger als die erste. Das liegt laut Co-Showrunner Craig Mazin ("Chernobyl") daran, dass sich bei der Adaption des zweiten Spiels nach sieben Folgen ein natürlicher Punkt für ein Staffelfinale ergab. Zugleich hat er versprochen, dass Staffel 3 "erheblich größer" sein würde als die zweite. Offiziell hat eine weitere Staffel noch kein grünes Licht, es dürfte sich jedoch lediglich um eine Formalität handeln, denn schließlich ist "The Last of Us" HBOs erfolgreichste Serie seit dem Ende von "Game of Thrones". Weil das zweite Spiel viel umfangreicher ist als das erste und einige Nebenhandlungen in der Serie ausgebaut werden, wird laut Mazin auch die dritte Staffel vermutlich nicht ausreichen, um sie angemessen umzusetzen. Daher ist eine vierte Staffel ebenfalls möglich. Spätestens danach soll jedoch Schluss sein, denn die Serie soll auf keinen Fall etwas dazudichten, was nach dem Ende des zweiten Games passiert.
Wie auch die dazugehörige Spielvorlage spielt Staffel 2 von "The Last of Us" fünf Jahre nach den Ereignissen der ersten Staffel. Joel und Ellie werden von ihrer Vergangenheit eingeholt und finden sich nicht nur mitten in einem Konflikt miteinander wieder, sondern auch mit einer Welt, die noch gefährlicher und unberechenbarer ist als die, die sie hinter sich gelassen hatten.
Pedro Pascal und Bella Ramsey kehren in den Hauptrollen zurück, Rutina Wesley und Gabriel Luna sind ebenfalls wieder mit von der Partie. Jeffrey Wright ("Westworld") spielt als Anführer der Washington Liberation Front Isaac Dixon dieselbe Rolle, die er bereits im Spiel verkörpert hat. Eine zentrale und unter Fans der Spielen polarisierende neue Rolle übernimmt Kaitlyn Dever ("Unbelievable") als Abby, die auf Kollisionskurs mit Joel und Ellie gerät. Isabela Merced (Alien: Romulus) spielt Ellies Partnerin Dina, Danny Ramirez (Top Gun: Maverick) stellt den loyalen Soldaten Manny dar, Tati Gabrielle (Uncharted) spielt die Kriegssanitäterin Nora und Catherine O’Hara (Beetlejuice Beetlejuice) verkörpert in drei Episoden Joels Therapeutin.
Drei neue Charakterposter zur kommenden Staffel wurden ebenfalls veröffentlicht. Unten könnt Ihr sie zusammen mit der letzten Vorschau auf die neuen Folgen sehen. Es bleibt zu hoffen, dass Staffel 3 nicht bis Sommer 2027 auf sich warten lassen wird.
Quellen: HBO, Sky Deutschland